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Detlef Kutz
Wissenschaft | Natur | Technik Klimawandel: Klimaerwärmung bringt Malaria und Leishmaniose zu uns WDR 5 - Leonardo vom 19.09.2002 Im September 1997 erkrankt bei Aachen ein 15 Monate alter Junge an einer seltsamen Erkältung mit hohem Fieber und Blutarmut. Die Ärzte können dem Jungen nicht helfen, bis sie vier Monate später überraschend die Ursache finden: Das Kind ist mit Leishmaniose infiziert, einer tropischen Krankheit, die von einzelligen Parasiten hervorgerufen wird, an der weltweit rund 15 Millionen Menschen leiden. Erst jetzt können entsprechende Medikamente gegen die Parasiten eingesetzt werden und der Säugling wird gerettet. Aber eines ist den Medizinern ein Rätsel: Die Leishmania- Parasiten werden, ähnlich wie bei der Malaria, von Stechmücken auf den Menschen übertragen. Der an Leishmaniose erkrankte Junge hatte aber niemals tropische Länder besucht und auch keine Mittelmeerländer, in denen Leishmaniose ebenfalls auftritt. Auf welchem Wege hatte er sich infiziert? 1999 gelingt es dem Biologen Torsten Naucke erstmals, Sandmücken in Deutschland nachzuweisen: winzige, etwa zwei Millimeter kleine, sandfarbene Stechmücken, die Überträger der Leishmaniose. Manuskript (PDF)